Heute sind wir endlich gestartet. Um 9.00 Uhr sind wir zum Bahnhof Charlottenburg gefahren. Die Radfahrt in Richtung Alex ist immer etwas wunderlich. Auf dem Radweg wird überholt als gäbe es kein Morgen mehr, um dann wieder vereint an der nächsten Ampel zu stehen. Aber ich freue mich ja immer, wenn ich alte Bekannte wiedersehe. Unsere Räder sind richtig schön abgesurrt, Bioräder sind doch ganz gut.
In Charlottenburg sind wir in den Zug gestiegen und die erste Strecke bis nach Magdeburg gefahren. Die Zugfahrt war recht angenehm und wir hatten gleich die Gelegenheit uns mit einer Frau über E-Bikes oder besser aufgerüstete Bikes auszutauschen. Der Anschlusszug nach Braunschweig ging vom selben Gleis ab, so haben wir uns das Auf und Ab mit den Rädern gespart.
In Braunschweig war der Fahrstuhl schon mal so, dass wir die Räder reinbekommen haben. Das hat uns gut gelaunt gestimmt. In Charlottenburg mussten wir nämlich die Räder die Treppe hoch schleppen. Besser gesagt, Thomas hat sich geopfert und die Räder und die meisten Taschen hochgeschleppt.
In Braunschweig haben wir im Schlosscafé einen Kaffee getrunken, der richtig gut war, was ja leider auch nicht so häufig vorkommt. Zwei Frauen am Nebentisch haben uns dann noch Tipps gegeben, was wir unbedingt machen sollten. Botanischer Garten, Dom, eine Altstadtstraße, das bunte Haus und der Dom durften auch nicht fehlen.

Wir haben uns entschlossen erst ins Hotel zu gehen und dann die Empfehlungen umzusetzen. Es gab leider keinen Fahrradraum, aber wir sollen doch einfach die Räder mit ins Zimmer nehmen, die seien groß genug, erklärte uns der Mitarbeiter an der Rezeption. Also Fahrrad rein in den Fahrstuhl und einen ewig langen Flur entlang zum Zimmer geschoben. Eigentlich hätte es sich auch gelohnt, den Flur mit dem Rad langzufahren. Das Zimmer ist echt groß und richtig gut, mit allen was wir brauchen - Klimaanlage, Platz für die Räder und Kaffeezubehör. Und das für 65 Euro - einfach super. Thomas hat gleich den PC startklar gemacht und beim Fernsehen haben wir festgestellt, dass sie auf der Tour de France immer noch in die Pedale treten, während wir schon da sind.
Der erste Gang führte uns zum Botanischen Garten. Mein Thomas, Dr. der Botanik, hat geradezu darauf bestanden. Wahrscheinlich wollte er noch ein paar Tipps loswerden.
Dann kam der große Schock, hier haben sie Pflanzen mit Blätter und völlig falsche Schilder. Thomas weiß, dass dort Fliederpflanzen stehen, der gewöhnliche Flieder, der Straßenflieder usw. Erst haben wir überlegt, ob wir die falschen Schilder rausziehen und den Angestellten mal die entsprechenden Fliedernamen nennen. Aber gut, die Erfahrung müssen sie schon alleine sammeln. Aber ein kleiner Tipp, wie man es schafft, dass die Blätter endlich abgehen, hätte Thomas schon geben können, immerhin schafft er es, den jährlich erworbenen Weihnachtsstern innerhalb von 3 bis 5 Tagen zu entblättern.
Trotz der ungewohnten Blättermenge finden wir den Botanischen Garten einfach wunderschön. Er ist abwechslungsreich gestaltet und bietet immer wieder schöne Stellen zum Verweilen und Genießen. Angenehme Kühle hat auch der kleine Wasserfall gespendet. Zurück sind wir an der Oker langgelaufen. Hier ist es einfach traumhaft, man kann Boot fahren oder einfach sich an der Fluss setzen oder am Fluss entlang wandern und die schönen Brücken und Häuser bewundern.
Beim Abendspaziergang haben wir die historischen Gebäude bewundert, man taucht hier in eine ganz andere, längst vergangene Welt und genießt es.
Schöne Gebäude, traumhafte Ecken - es lohnt sich einen Abstecher nach
Brauschweig zu machen. Es gibt bestimmt noch eine ganze Menge mehr hier
zu entdecken. Der erste Urlaubstag war ein voller Erfolg.
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