Koblenz - Oberwesel (47 km)

Heute hat sich mal wieder gezeigt, dass es nicht nur auf die Kilometer ankommt. 47 Kilometer sind eigentlich kein Hit, aber Hitze und Anstiege können ganz schön Kraft saugen. Aber die schöne Landschaft am Rhein motieviert immer wieder.  

Was es am Rhein in Masse gibt, sind Burgen. Hier können nicht nur Weinliebhaber, sondern auch Fans von Burgen auf ihre Kosten kommen.

Was für Radfahrer manchmal ein Problem ist, dass die Orte oft durch die Bahnlinie abgeschnitten sind. Man muss unter Umständen erst lange fahren, um über die Bahnlinie zu kommen. Was an heißen Tagen schon ein Problem werden kann, wenn man Nachschub an Getränken braucht. 

Wir sind in Rhens reingefahren, um auch mal etwas Kaltes zu trinken und  eine Toilette zu finden. Die Toiletten waren zu, ok, dann geht es eben weiter. Immerhin ist der Ort schön anzusehen. Obwohl der Rheinradweg stark befahren, war man hier mit Sanitäranlagen recht sparsam. Somit erfordert der Radweg nicht nur Fitness, sondern Körperbeherrschung in jeder Form. 

Wenn auch nicht in jedem Punkt erfolgreich, hat sich der Abstecher auf jeden Fall gelohnt. Es ist ein sehr schöner Ort. 

Wir haben beschlossen, es den nächsten Ort noch mal zu probieren. Inzwischen sind die Temperaturen schon langsam angestiegen, so dass wir oft einen Schattenplatz gesucht haben. 

In Boppard haben wir einen schönen Schattenplatz in einem Restaurant bekommen, wir haben die Gelegenheit genutzt und Mittag gegessen. 

In Hirzenach haben wir uns verfahren. Man denkt zunächst, das ist ja wohl am Rhein nicht möglich, doch auf einmal geht es nicht weiter oder man kommt ewig nicht in einem Ort, weil man den Weg über oder unter den Schienen verpasst.

Sant Goar kurz vor der Loreley ist ein beliebter Touristenort. Wow, es gab Toiletten und Ladestationen für E-Bikes. Während die Toilette sehr hilfreich war, konnten wir nur mit einem Paar, das gerade die Akkus auflud, die Vorteile der E-Bikes austauschen und feststellen, dass unsere Bioakkus noch lange nicht aufgeladen sind, wir aber trotzdem weiterfahren müssen. Aber wir hatten nur noch 8 Kilometer bis Oberwesel. 

Von der Loreley hatten wir keine richtigen Vorstellungen, ohne den Sagen und Mythen wäre es für uns nur eine größere Felswand an der engsten Stelle gewesen. Das mag aber auch daran liegen, das es am Rhein einfach eine Vielzahl von schönen und beeindruckenden Stellen gibt.
Die Altstadt von Oberwesel hat uns sehr gut gefallen. Aber leider lag unsere Unterkunft auf dem Berg. Also ging es noch 1,4 km berghoch, dass war schon anstrengend, da es heute je schon der Tag war mit den meinsten Höhenmetern.
In unserer Unterkunft Gutsschänke Sennerhof war heute das Restaurant geschlossen. Wir mussten also noch mal runter in den Ort um einzukaufen. Ich hätte gestreikt, aber vor der Unterkunft war die Busstation und wir konnten runter- und wieder hochfahren. Perfekt.

Unten mussten wir allerdings ewig laufen. In der Altstadt gab es keinen Laden, am Stadtrand allerdings mehrere. Hier hatten wir wieder das Problem, dass wir nicht über die Schienen kamen, also mussten wir wieder zurücklaufen zum Bahnhof, um dann die bereits gelaufene Strecke nur auf der anderen Schienenseite wiederholt zu laufen. 
Dafür haben wir dann mit einer Flasche Wein vom Winzer noch auf der Terasse der Unterkunft gesessen und gemütlich Abendbrot gegessen. 

Kommentare

  1. Wie wunderschön, DAS bedarf keinerlei Worte... Vielleicht verweilt ihr dort länger und radelt umher... So eine schöne Ecke

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