Donaueschingen - Tuttlingen/Liptingen (45 km)

Die Fahrt von Donaueschingen nach Tuttlingen ging entlang der jungen Donau. Wir hatten gute Wege und die Temperaturen waren noch angenehm, so macht Radfahren wieder richtig Spaß.  

Die Landschaft dort ist wunderschön und ab und zu kann man über schöne Holzbrücken fahren. 
Es ging heute die ganze Tour an der Donau lang. Irgendwie fanden wir es beide schade, dass die eigendliche Radtour in Tuttlingen vorbei ist. Den letzten Teil unserer Reise findet mehr oder weniger mit dem Zug statt. Umso mehr genießen wir den heutigen Tag. 

Die Strecke führte an der Stelle vorbei, wo die Donau versickert. Die Donauversickerung ist zu allen Zeiten, also auch wenn die Donau einen normalen Wasserstand hat.  

Kurz vor Tuttlingen sind wir durch Möhringen gefahren. Da ich einen Kollege hatte, der in Möhringen aufgewachsen ist, habe ich dort Ausschau gehalten, es hätte ja sein können, dass er gerade in Möhringen ist. Das wäre ein schöner Zufall gewesen. 

An einer Bergquelle konnten wir uns noch einmal richtig erfrischen. Indem das Wasser in unserer Wasserkatze richtig warm war, gab es hier eiskaltes Wasser. 

Das Appartement in Tuttlingen war eine pure Enttäuschung. Von stilvoll wie angepriesen war nichts zu sehen, es sei denn man meint einen schlechten Stil. Außerdem war es dreckig, was wesentlich schlimmer war. In der Waschmaschine war noch Wäsche, da sie nicht mehr zu öffnen war, der Fernseher ging nicht, E-Mails konnten wir nicht verschicken, da das Wlan nicht richtig funktionierte. Die Küche war einfach fettig und das Geschirr, was man benutzen wollte, musste man vorher waschen, auf der Terrasse war der Eimer voll Müll, die Kippen der Vormieter lagen noch rum und die leeren Bierflaschen waren zur Besichtigung aufgereiht- alles, was man nicht haben will. Nach mehrern Versuchen ist es uns gelungen, den Kontakt mit dem Vermieter herzustellen. Er hat zugesagt, dass er die Reinigungskraft noch mal schickt, damit sie putzt und unsere Wäsche  abholt. Die Reinigungskraft kam dann auch, eine junge hübsche Frau, nett anzusehen, aber leider für diesen Job ungeignet. Entweder war sie stinkend faul oder einfach zu blöd. Für die Gäste ist keine der beiden Varianten gut, sie bezahlen ein Haufen Geld für eine verdreckte Unterkunft.Die junge Frau räumte die Bierflaschen weg, nahm unsere Wäsche und brachte sie nach einer Stunde sauber wieder. Das war wahrscheinlich die Höchstleistung des Monats. Sie fragte, ob nun alles in Ordnung ist, ich sagte ihr, dass eine saubere Küche auch nicht schlecht wäre. Darau erwiderte sie, dass sie das alte Holz nicht reinigen könne. Das einzige was wirklich richtig alt war, waren die Fettbeläge auf der Küche. Ich hatte dann auch keine Lust mehr und sagte, dass ich im Urlaub wirklich nicht beabsichtige, ihr einen Kurs zu geben, wie man eine Küche reinigt. Dann setzte sie das Dummfrauengrinsen auf und verabschiedete sich mit dem Satz, dann sei ja alles gut. Ich vermute, sie versucht es eifrig weiter, das Reinigen in ihrem Job beflissen zu vermeiden.

Am Abend hat uns Matthias abgeholt und wir sind zu Hubert gefahren. Bei Hubert und Manuela hatten wir einen schönen Abend. Wir sind gemeinsam noch durch Liptingen gelaufen, haben das Grab von der Mutti besucht.  
Neu in Liptingen ist, dass sich viele Störche in Liptingen niederlassen.   

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