Liptingen/Tuttlingen

Die zwei Ruhetage in Lipptingen waren gut gefüllt. Matthias und Thomas hatten einiges zu erledigen und wollten außerdem noch Besuche machen. Am ersten Tag haben wir Margot, Bernhard und Anke besucht. Es war ein schöner Nachmittag, wir wurden mit Kaffee und leckeren Kaffee verwöhnt und haben Neuigkeiten ausgetauscht. Am Abend stand noch die Sonnenfinsternis auf dem Programm, Matthias hatte auch für uns die Verdunklungsbrillen besorgt. Wir wollten aber vorher unbedingt noch zum Kastanienbaum, den wir beide sehr lieben. Bernhard hat uns noch zwei Radler für eine schöne Pause am Kastanienbaum mitgegeben. Wie das aber im Dorf so ist, man kommt oft gar nicht so weit, man trifft Leute kommt ins Gespräch und schon ist die Zeit um. So war es auch dieses Mal, also haben wir wenigstens ein Blick auf den Kastanienbaum geworfen und haben  Matthias abgeholt, da auch die Sonnenfinsternis schon bald anfangen sollte.

Wir sind über Felder zur Anhöhe gelaufen und haben die ideale Stelle gesucht, an der man möglichst lange die Sonnenfinsternis beobachten kann.  

Matthias hat mehrmals versucht, das Ereignis mit dem Handy festzuhalten, was sich als sehr schwierig erwies. Ich finde, das ist nicht so schlimm, es war auf jeden Fall eine schöne Zeit, die wir in Erinnerung behalten. Gute Momente leben in Erinnerung mehr als auf Bildern, die nur einen kleinen Ausschnitt des Moments festhalten können.

Der Rückweg war wie die Suche nach der geeineten Stelle Gelegenheit für Thomas und Matthias, Kindheitserinnerungen, Geschichten über den Großvater auszutauschen. 



Am zweiten Tag sind wir mit dem Rad zum Bahnhof gefahren, da Thomas durch Zufall im Internet die Info erhalten hat, dass man für den Zug nach Stuttgart für die Räder eine Reservierung braucht. Es war sehr heiß und so haben wir nur noch eine kleine Pause für ein Eis eingelegt und sind dann wieder zur Unterkunft gefahren.

Am Nachmittag sind wir zu Agnes gelaufen, obwohl es nur 2 Kilometer waren, erschien es durch die sengende Hitze unendlich weit. Wie immer war es bei Agnes sehr schön, ihre Kinder waren auch da und wir haben uns gemeinsam über den leckeren Kuchen hergemacht. Agnes war etwas enttäuscht, dass wir nicht bei ihr geschlaften haben, aber wir wollten ihr auch nicht zur Last fallen. Eins ist sicher, hätten wir dort geschlafen, hätten wir eine sehr schöne Zeit gehabt. Wir hätten uns länger unterhalten  und auch das eine oder andere unternehmen können. Das nächste Mal werde ich auf jeden Fall bei Agnes anfragen, ich habe mir schon das Zimmer ausgesucht. 
Abends sind wir mit Matthias, Hubert und Manuela beim Aisaten essen gegangen. Ich habe mich schon sehr auf das Essen gefreut, da ich hier schon mit dem Brot kämpfe und auch viele Gerichte mir nicht so zusagen. Es war wirklich sehr gut. Noch ein abschließender Spaziergang durch Tuttlingen und dann war die Zeit hier auch schon so gut wie vorbei. Morgen geht es nach Konstanz, darauf freuen wir uns schon lange.  

 

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